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home · reisebericht bolivien 2008 von claus-albert gumz |
reisebericht bolivien 2008text und bilder: claus-albert gumz Jeder Aquarianer möchte einmal die Heimatbiotope seiner Pfleglinge kennen Lernen. Bei mir war es seit etwa 10 Jahren der Fall, leider ergab sich bisher nicht die passende Gelegenheit, weil immer etwas anderes wichtiger war oder das Timing nicht passte.
Nach langwierigen Vorbereitungen (Impfungen, welche Utensilien müssen mitgenommen werden) war es im Januar 2008 endlich soweit. Es ging los- vier Wochen zum Fischen nach Bolivien. Nach 26 stündigem Flug (Bremen - Frankfurt - Miami - La Paz - Sa Cruz) ) war das Hallo im Hotel International groß. Die Reisegruppe von 11 mehr oder weniger an der Aquaristik interessierter war bereit, Bolivien unsicher zu machen. Nach zwei Tagen in der Provinzhauptstadt Sa Cruz mit einem Besuch beim einzigen Zierfischexporteur (Fa. Jupa) in Buena Vista ging es mit der Bahn ins 600 km entfernte Roboree, um die dortige Fischpopolation (dort entwässern alle Flüsse ins Pantanal) zu untersuchen. Die Zugfahrt mit 40 mehr oder weniger großen Gepäckstücken im Pullmannwagen war ein Erlebnis.
Für die Strecke benötigten wir wegen der eingleisigen Streckenführung und der Stopps an den von allen genutzten Brücken 12 Stunden. In Roboree angekommen, wurde in 3 Tagen die Umgebung ca. 120 km entlang der Hauptverbindungsstraße nach Brasilien fischtechnisch untersucht. Die Ergebnisse wurden in Fundortberichten festgehalten. FundortberichtFundort 12: MagdalenaDatum: Dienstag 15. - Freitag 18. und Mittwoch 23. - Samstag 26. Januar 2008 |
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Danach ging es mit Kleinflugzeugen über Trinidad ins 1000 km entfernte Magdalena, unserem Hauptquartier. In der dortigen Hotelanlage, die von einer Schweizerin geführt wird, wurden die erbeuteten Fische in großen Kinderplanschbecken gehältert und versorgt.
In der dortigen Unterkunft, die von einem Franzosen (ehemaliger Fremdenlegionär)geführt wird, ist es komfortabel und das Essen ist ausgezeichnet. Mit Claude und seinem Boot geht es flussaufwärts zum einzigen Granitfelsen im Umkreis von 200 km, um einen Blick über die überflutete Ebene zu erhalten. Um dorthin zu gelangen, geht es eine Stunde durch den Urwald, was eine schweißtreibende Arbeit war. Der einmalige Rundblick entschädigte für alles.
Neben Apistogramas gibt es jede Menge der unterschiedlichsten Salmler, Panzerwelse, Messerfische, Lebendgebärende, Piranjas, Harnischwelse und vieles mehr. Die Wasserstände während der Regenzeit ändern sich täglich. Der neue Lebensraum wird als erstes von Salmelern erobert, danach folgen alle anderen.
Nach 2 Tagen in Magdalena ging es per Kleinflugzeug weiter nach Trinidad. Dort wurde die Uni mit ichtiologischem Zweig des Professors Dr. Luis Torres Velasco besucht. Dort befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Fischpräparaten, die von uns gesichtet, sortiert und auf den aktuellen Stand der Fischbestimmung gebracht wurde. In der Regenzeit muss ein gewisser Sicherheitszuschlag bezüglich der Reisezeiten eingeplant werden, um pünktlich am Ablugort in Sa Cruz zu sein. Landverbindungen sind durch Überflutung oder Zerstörung von Brücken nicht mehr nutzbar, und jeder der es sich leisten kann, steigt auf das Flugzeug um. So kann es zu Engpässen kommen. Von Trinidad ging es per Linienflug nach Sa Cruz. Dort sind wir in ein nobles Restaurant zum Abschlussdinner gegangen. Am nächsten Morgen wurden die gefangenen Fische für die lange Heimreise verpackt.
Da mein Flugzeug als letztes ging, konnte ich die Teilnehmer aus den USA, Österreich und der Schweiz gebührend vom internationalen Flughafen Viro - Viro verabschieden. Als letztes noch die Aufregung meines Fischtransports in die USA. In der Annahme, dass das Gepäck wie bei der Hinreise im Transit befördert wird, wurde die Rückreise über die USA risikoreich, denn von Bolivien und generell Südamerika gibt es nur die Möglichkeit einer Einreise mit Zollformalitäten. Ich habe mich entschlossen die Fische nicht zu deklarieren. Diesmal ging alles gut, aber diese Aufregung brauche ich nicht noch einmal.
Claus - Albert Gumz |
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